Von der Überzeugung ausgehend, dass alle ‚ökonomischen Sachzwänge’ und ‚Systemmechanismen’ auf bewussten Entscheidungen und Interessenkonstellationen beruhen und daher auch verändert werden können, skizzieren die AutorInnen in diesem Band Ansätze einer solidarischen, nachhaltig orientierten Gesellschafts- und Wirtschaftsform in Theorie und Praxis. Diskutiert werden Gerechtigkeits- und Bildungstheorien ebenso wie Konzepte post-fordistischen Produzierens. Christa Müller etwa beschreibt die „Digital Natives“ als VertreterInnen der jungen Generation von „neuen Selbständigen“, die weiß, „was sie eigentlich im und von ihrem Leben will“. Die Entwicklung „urbaner Subsistenz“ und die „Wiedereroberung des öffentlichen Raums“ seien als Beispiele der „ Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ auszumachen.
Facettenreich wird die Aufwertung der „reproduktiven Ökonomie“ thematisiert, die das Selbermachen als Beitrag zu einem individuell und gesellschaftlich bewusst gestalteten Lebensprozess begreift. Deutlich wird dabei vor allem, dass Selbstermächtigung mit dem „nahe Liegenden“, dem unmittelbar Zugänglichen und Verfügbaren verbunden ist.
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