29. September - 1. Oktober 2010
Ort: Triest (I)
Der Drang in die Städte ist weltweit ungebrochen: Die UN prognostizieren, dass 2030 61% der Weltbevölkerung in Städten leben werden. Dabei stehen sich explodierende Megastädte und Shrinking Cities gegenüber und die Urbanisierung wird gleichzeitig als Chance und Bedrohung empfunden. Auch die europäischen Städte sind nachhaltigen ökonomischen, kulturellen und sozialen Veränderungen unterworfen. Sie sind gekennzeichnet durch zunehmende Heterogenität, die Herausbildung diverser Lebensstile und neuer kultureller Codes, sie bergen die Gefahr wachsender Ungleichheit und zunehmender Segregation. Gleichzeitig bilden Städte den Nährboden für neue, meist kulturelle Ausdrucksformen von Bürgerwillen, für die Schaffung neuer Öffentlichkeiten oder Beteiligungsformen. Die Stadt wird somit zum Spiegel gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen und zum Labor kultureller und sozialer Entwicklungen, in denen Fragen von Wirtschaft und Arbeit, von sozialer Zugehörigkeit und Anerkennung, von kulturellem Selbstbild und Fremdbild, von politischer Partizipation und Gerechtigkeit neu verhandelt werden. Auch Politische Bildung muss sich in diesen Kontexten neu positionieren, denn Beteiligungs- und Entwicklungsmöglichkeiten werden in den Städten zu existenziellen Fragen – nicht zuletzt für die Städte selbst.
Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben. Die Konferenzsprache ist Englisch.