„Demokratiepolitische Bildung“ im Sinne des Konzepts des Europarates meint Methoden und Aktivitäten, die Jugendliche und Erwachsene dazu befähigen, aktiv und verantwortungsbewusst an Entscheidungsfindungsprozessen in ihrem Umfeld mitzuwirken.
Demokratiepolitische Bildung hat ihren Ursprung in traditionelleren Politikvermittlungskonzepten wie z. B. Staatsbürgerkunde oder Politischer Bildung. Im Unterschied zu diesen schon etwas „veralteten“ Vermittlungskonzepten liegt das Hauptaugenmerk Demokratiepolitischer Bildung auf individuellen Erfahrungen und praktischen Zugängen, die das Zusammenleben in der Gemeinschaft fördern können. Es geht weniger um Wissen über politische Strukturen und Systeme, sondern darum, wie die/der Einzelne eine aktive Rolle und Stimme in der Gesellschaft erlangen kann und warum das so wichtig ist. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen befähigt werden, aktiv und verantwortungsbewusst bei den Entscheidungsprozessen in ihrem Umfeld mitzuwirken. Denn auch demokratisches Bewusstsein und Engagement sind Fähigkeiten, die erlernt werden müssen.
Demokratiepolitische Bildung geht weit über den schulischen Bereich hinaus, sie ist ein Prozess lebensbegleitenden Lernens, der folgende Ziele verfolgt:
Je nach Zielsetzung kann aus einer breiten Palette von >> bildungsbezogenen Methoden geschöpft werden, z. B.

Gertraud Diendorfer, Leiterin des Demokratiezentrums Wien
>> Polipedia – multimedialer Wiki-Guide zu Demokratie – Politik – Partizipation für Jugendliche
>> Zentrum Polis (Politik Lernen in der Schule)
>> Lernmodule für politische Bildung (Projekt des Demokratiezentrums Wien)
>> Demokratie lernen und leben - Programm der deutschen Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung
>> Centre for Research and Lifelong Learning (European Commission Joint Research Centre): indicator-based evaluation and monitoring of education and training systems
Education is the most powerful weapon which you can use to change the world.