>> Schulfreiräume - Freiraum Schule, Beratungskatalog für Schulen (Publikation des ÖISS und des bm:bwk, 2005)

Der aktiven Mitgestaltung in und um die Schule kommt in der Kinder- und Jugendbeteiligung große Bedeutung zu. In der Schule erwerben SchülerInnen neben Wissen, das in Lehrplänen vorgegeben ist, auch soziale Fähigkeiten, Fertigkeiten, Einstellungen und Haltungen. Im Idealfall entwickeln sich SchülerInnen zu souveränen, selbstbewussten, verantwortungsbewussten und der Demokratie verpflichteten Persönlichkeiten.
Das Schulunterrichtsgesetz sieht unterschiedliche Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte von SchülerInnen vor, etwa die Wahl der Klassen- oder SchulsprecherInnen, der LandeschülerInnen- oder BundesschülerInnenvertretung. Die Partizipation von SchülerInnen ist auch im Erlass zum Projektunterricht festgeschrieben. Die Modelle der konventionellen SchülerInnenmitverantwortung beruhen auf dem Prinzip gewählter Vertretungen.
Neben diesen konventionellen Formen der Beteiligung von SchülerInnen gibt es aber auch innovativere Formen gelebter Partizipation in der Schule und im Unterricht, die es Kindern und Jugendlichen ermöglichen, mitzureden, ihre Schule mitzugestalten und Verantwortung für das Schulleben zu übernehmen. Ziel ist, dass junge Menschen lernen, zur eigenen Meinung zu stehen und andere Meinungen zu akzeptieren, dass sie demokratische Entscheidungsfindung üben und erfahren, dass jede/r Einzelne etwas bewirken kann. Egal, ob auf der institutionellen Ebene (Klassenrat, Schülerparlament) oder im Bereich des individuellen Lernens (selbstbestimmtes, forschendes Lernen, Projektunterricht, Freiarbeit), entscheidend ist, dass die erwachsenen Mitglieder der Schulgemeinschaft den SchülerInnen gegenüber eine Haltung einnehmen, die Beteiligung ermöglicht und fördert. (siehe www.umweltbildung.at)
ÖKOLOG ist das Basis-Programm des Unterrichtsministeriums zur Bildung für Nachhaltigkeit und Schulentwicklung an österreichischen Schulen. Oberstes Ziel ist es, Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulprogramm zu verankern und anhand von konkreten Themen – wie Wasser, Abfall, Energie, Schulgelände, Gesundheit – sichtbar zu machen. Zentrale Elemente sind Unterrichtsprojekte, die es den SchülerInnen ermöglichen, nicht nur für, sondern durch das Leben zu lernen.
ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie verbinden Engagement für die Umwelt mit sozialen und ökonomischen Fragestellungen und versuchen das tägliche Leben in der Schule im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung zu gestalten: Partizipation ist für sie selbstverständlich - von der Planung bis zur Umsetzung arbeiten alle Gruppen der Schulgemeinschaft mit. Durch aktive Teilnahme an Entscheidungsprozessen lernen die SchülerInnen verantwortungsbewusstes Handeln und Eigeninitiative.
>> Schulfreiräume - Freiraum Schule, Beratungskatalog für Schulen (Publikation des ÖISS und des bm:bwk, 2005)
>> Forum Umweltbildung, Portal zur Umweltbildung in Österreich
>> ÖKOLOG-Programm für österreichische Schulen
>> ÖKOLOG Jahresthema Partizipation – aktiv mitgestalten in und um die Schule
>> Zentrum polis: Politik lernen in der Schule
Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will.