Der Doyen der Österreichischen Sozialforschung Ernst Gehmacher, der Österreich in dem OECD-Forschungsprogramm „Measuring Social Capital“ vertritt, spricht von Sozialkapital als einer „Kraftquelle“, die Gesellschaften erst lebensfähig macht. Gemeint sind mit Sozialkapital die sozialen Beziehungen und Netzwerke von der Familie und dem engsten Freundeskreis über die loseren, aber nicht weniger wichtigen Kontakte in Freizeit- und Interessensgemeinschaften bis hin zur Verbundenheit gegenüber einer größeren Gemeinschaft (Kultur, Religion, Weltanschauung; „Makroebene“). Sozialkapital gilt mittlerweile neben Naturkapital (Ressourcen) und Wirtschaftskapital (Geld) als dritter wichtiger Faktor für die Entwicklung von Gesellschaften und Wirtschaften. Das vorliegende Handbuch gibt eine gute Einführung in die Theorie und Praxis der Sozialkapitalforschung mit konkretem Österreichbezug.
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