von Martina Strasser
Der österreichische Verein für FußgängerInnen wurde gegründet, um die Interessen der Fußgängerinnen und Fußgänger in Österreich zu vertreten: Das „zu Fuß gehen“ als integrierter Bestandteil des Gesamtverkehrs soll jene Wichtigkeit erlangen, die in einer mobilen Gesellschaft notwendig ist.
Als Angebot für ein besseres Fußwegenetz bietet der Verein den "Fußgänger-Check" für Gemeinden und Städte an. Im Dialog werden mit den BürgerInnen die Schwachstellen im Fußwegenetz direkt vor Ort ermittelt. Der "Fußgänger-Check" bringt FußgängerInnen mit den verantwortlichen Behörden zusammen und schafft so den Rahmen für einen Dialog.
Walk-space.at schafft eine österreichweite, parteipolitisch unabhängige Vernetzungsplattform zum Austausch auf fachlicher Ebene und für BürgerInnen. Im Rahmen der Fußgängerseminare werden mittels Vorträgen und Workshops neue Erkenntnisse und innovative Planungsansätze vorgestellt, Erfahrungen ausgetauscht sowie aktuelle Fragen diskutiert.
Der Verein will Strategien zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität der öffentlichen Räume sowie neue Formen der Gestaltung und Aufteilung des Straßenraumes deutlich machen. Gute Lösungen und qualitätsvolle Angebote werden mit dem Walk-space Award geehrt. Alle Interessierten sind zur Mitarbeit eingeladen!
von Erik Schnaitl
fairkehr - Verein zur Förderung verkehrspolitischer Bewusstseinsbildung - hat sich zum Ziel gesetzt, über eine faire Mobilität bzw. einen fairen Verkehr nachzudenken. Als „fair“ versteht der Verein die Gleichbehandlung aller Menschen (Mensch zu Fuß, Mensch mit dem Fahrrad, Mensch mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln, Mensch mit dem Auto). Fair sollte auch unsere Art der Fortbewegung für Menschen in anderen Erdteilen und für zukünftige Generationen hinsichtlich des Ressourcenverbrauchs sein.
Mit dem „Gehzeug“ - einer bewusstseinsbildenden Erfindung von Prof. Knoflacher vom Institut für Verkehrstechnik und Verkehrsplanung der TU Wien aus den 70er Jahren - werden mit interessierten Gruppen (Schulen, Vereine, …) sogenannte „Gehzeug-Aktionen“ durchgeführt. Das Gehzeug ist ein Holzrahmen mit Trageriemen und mit derselben Größe wie ein Auto. Man stellt sich in die Mitte des Holzrahmens, hängt sich diesen mit den Trageriemen auf die Schultern und geht damit spazieren. Auf diese Weise wird die Absurdität des Platzbedarfs von Autos deutlich gemacht und die folgenden Fragen in der Öffentlichkeit diskutiert:
- Hat der Mensch zu Fuß die gleichen Rechte wie der Mensch im Auto?
- Ist gute Mobilität im Auto zu sitzen und zu fahren? Was heißt mobil sein?
- Wie kam es zur bestehenden Autodominanz?
- Beeinflusst das Angebot an Straßen und des öffentlichen Verkehrs unser Verhalten?
- Wie würden sich Menschen verhalten, wenn der zu Fuß gehende Mensch - als Basis jeder Mobilität - die gleichen Rechte (Platz, Vorrang, finanziellen Mittel,...) hat, wie der Mensch im Auto?
- Wer gestaltet das Angebot und wer entscheidet auf welche Verkehrsart (zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit den Öffis, mit dem Auto) die finanziellen Mittel verteilt werden?