>> www.wisedemocracy.org
(incl. Praxisbeispiele)
Der BürgerInnen-Rat bietet eine einfache, kostengünstige und rasche Möglichkeit, Selbstorganisation und Eigenverantwortung von BürgerInnen zu stärken.
Der BürgerInnenrat setzt sich aus zwölf nach dem Zufallsprinzip ausgewählten BürgerInnen zusammen. In der zwei Tage dauernden Arbeitsphase identifizieren die TeilnehmerInnen Themen öffentlichen Interesses in ihrem Umfeld und entwickeln dafür Verbesserungs-/Lösungsvorschläge. Dabei werden sie von einem „dynamic facilitator“ unterstützt. Dieser Moderator hilft den beteiligten BürgerInnen herauszufinden, was sie wollen und wie sie auf kreative Weise gemeinschaftliche Lösungen zu scheinbar unlösbaren Problemen entwickeln können. Dabei steht die Selbstorganisationsdynamik der Gruppe im Vordergrund. Mithilfe dieses Empowerment-Ansatzes und der Konzentration auf die Gruppenenergie werden im Zuge der „dynamic facilitation“ bessere, schnellere und stärker konsensuale Resultate erzielt als in anderen Verfahren.
Die Ergebnisse des BürgerInnenrats werden in einem Statement festgehalten, das öffentlich präsentiert wird. Danach wird der BürgerInnenrat aufgelöst. Im Anschluss an die Abschlusspräsentation besteht für die gesamte Bevölkerung Gelegenheit, das Thema zu diskutieren (zB in Arbeitsgruppen). Empfehlenswert ist die periodische Neubildung eines BürgerInnenrats (alle vier Monate). Der neue Rat bestimmt eigene Themen und kommentiert die vorhergehenden Statements. Im Laufe der Zeit entstehen Statements, die vom Großteil der Bevölkerung getragen werden. Dieser Ansatz alle Menschen eines Systems – seien es Städte, Vereine, Unternehmen, Behörden oder ganze Staaten – einzubeziehen, zu ermächtigen und zu befähigen, hat sich in der Praxis gut bewährt.

Stufe der Beteiligung:
Konsultation
Dauer der Durchführung:
2 Tage; regelmäßige Bildung von neuen BürgerInnenräten
Anzahl der Beteiligten:
12 Personen