Governance an sich ist ein wertfreier Begriff, der in verschiedenen Zusammenhängen verwendet wird, in allen politisch-administrativen Ebenen (global, europäische Ebene, national, lokal), oder im Zusammenhang mit Unternehmen (Corporate Governance).
Zwar wird über Governance Partizipation gefördert, aber an sich kein strategisches Ziel vorgegeben. Governance ist also nicht gleichzusetzen mit mehr sozialer Gerechtigkeit oder Demokratie, dafür steht das Konzept der Good Governance.
Good Governance wurde in den 1980er Jahren von internationalen Finanz- und Entwicklungshilfeorganisationen entworfen. Man stellte fest, dass das Fehlen von Governance Prinzipien, Strukturen und Institutionen in einem politisch-öffentlichen System Ineffizienz und Korruption fördert. Daher wurden Standards für Good Governance festgelegt, die Begriffe wie Transparenz, Effizienz, Partizipation, Verantwortlichkeit, Marktwirtschaft, Rechtsstaat, Demokratie und Gerechtigkeit enthalten.
Die Europäische Union hat die Prinzipien des Good Governance in ihr Programm übernommen, in einem Weißbuch über „European Governance / Europäisches Regieren“ legt die Europäische Kommission 2001 folgende Ziele fest:
Good Governance in der EU soll bestimmten Prinzipien folgen:
Das gesamte Weißbuch können Sie hier downloaden! (PDF, 210 KB)