>> www.stiftung-trias.de
>> www.wohnprojekte-portal.de
>> www.schader-stiftung.de

Wohn- und Lebensformen bei denen Partizipation, Selbstbestimmung und Gemeinschaft im Vordergrund stehen, nehmen seit einigen Jahren deutlich zu – international gesehen, in Deutschland und mit einer gewissen Verzögerung auch in Österreich. In Abgrenzung zu anderen Formen von Lebensgemeinschaften und den am Markt üblichen Eigentums- und Mietformen spricht man allgemein von „Wohnprojekten“. Bei aller Unterschiedlichkeit im Detail haben Wohnprojekte wesentliche Charakteristika gemeinsam: Eine Gruppe von Menschen organisiert selbst- bzw. mitbestimmend Wohnraum und Wohnumfeld sowie das gemeinschaftliche Leben. Beteiligung in Wohnprojekten erfolgt auf verschiedenen Ebenen: Oft wird bereits gemeinsam geplant und gebaut. Im Alltag werden Entscheidungen über gemeinschaftliche Angelegenheiten auch gemeinsam getroffen. Diese Beteiligung „im Kleinen“, dem unmittelbaren eigenen Lebensumfeld, fördert die Bereitschaft zur Beteiligung in größeren Zusammenhängen und abstrakteren politischen Ebenen.
Die Art und Weise des Wohnens bietet laut dem Soziologen Norbert Elias „einen höchst anschaulichen Zugang zum Verständnis gesellschaftlicher Beziehungen“. Wohnprojekte sind Experimentier- und Übungsfelder für die Gesellschaft. Sie schaffen Freiräume, in denen sich Neues, Zukunftsfähiges entwickeln kann. Wohnprojekte zeigen Alternativen auf und bieten Antworten für aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie z.B.:
Historische Vorläufer der heutigen Wohnprojekte sind Landkommunen und Wohngemeinschaften, die ab den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts entstanden sind. Im Unterschied zu damals ist die Bandbreite der gemeinschaftlichen Wohnformen heute viel größer: Trotz unterschiedlicher Bezeichnungen und Schwerpunkte (CoHousing-Projekte, Ökodörfer, Wohnprojekte für mehrere Generationen) gibt es viele Gemeinsamkeiten und Überschneidungen.
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Dieses Thema wurde von Sonja Schnögl, mündig, gestaltet.

„Weiter bauen und wohnen wie gewohnt, ist nicht nachhaltig! Das gilt nicht nur für die Themen Energieverbrauch und Bauökologie, sondern in einem hohen Maß auch für die soziale Treffsicherheit.“
Raimund Gutmann, Leiter wohnbund:consult, www.wohnbund.at/consult
Hartmut Häußermann, Walter Siebel (2000): Soziologie des Wohnens. Eine Einführung in Wandel und Ausdifferenzierung des Wohnens.