Wenn eine Gemeinde oder Region beschlossen hat, einen LA21 Prozess zu starten, stehen einige grundsätzliche Veränderungen bevor: Die Gemeinde muss ihre bisherigen Entscheidungshierarchien ein Stück weit verändern und sich auf einen Prozess einlassen, dessen Ergebnis nicht vorhersagbar ist.
Sowohl die politischen Hierarchien als auch Verwaltungsabläufe werden durch den offenen Dialog mit Bevölkerung, lokaler Wirtschaft, NGOs und Institutionen grundlegend verändert. Eine neue Form von >> Governance tritt an die Stelle klassischer politischer Steuerung.
Die bisherige Erfahrung mit LA21 Prozessen hat gezeigt, dass vor allem die Bereiche der Finanzierung der Projekte und der politische Wille kritische Punkte sind. Das ist darauf zurück zu führen, dass durch die stärkere Einbeziehung der Öffentlichkeit Politik Macht abgeben muss. Außerdem müssen auch die Finanzpläne der Gemeinde oder Region zugunsten des Agenda Prozesses angepasst werden.
Aber auch für alle anderen Beteiligten ist die LA21 ein Lernprozess. BürgerInnen, NGOs etc. befinden sich in einer veränderten Rolle, sie können neue Verantwortungen für die Entwicklung ihres Umfeldes übernehmen. Der LA21 Prozess erfordert also eine Kombination von Top-Down und Bottom-Up Strukturen, die transparent und durchlässig für Information sein müssen.
LA 21 Prozesse sind so unterschiedlich wie die Gemeinden und Regionen, die sie durchführen. Daher gibt es keinen fixen Ablauf, der alle Prozesse kennzeichnet. Üblicherweise beinhalten LA 21 Prozesse aber folgende idealtypischen Schritte: