
Agenda [was zu tun ist] für das 21. Jahrhundert, um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung soll dabei die lokale Ebene, also die Gemeinden und Regionen, einnehmen.
Im Jahr 1972 wies der "Club of Rome" in seinem Bericht "Über die Grenzen des Wachstums“ erstmals auf die kritische Situation der Erde in Bezug auf Umweltbelastung und Ressourcenausbeutung hin. Doch es dauerte bis 1992, bis Fragen der Ressourcenverteilung, der nachhaltigen Entwicklung und der Initiierung von nachhaltigem Handeln erstmals bei einer großen internationalen Konferenz diskutiert wurden.
Bei der UN Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro standen diese Fragen im Zentrum der Diskussionen. Im Schlussdokument, der Agenda 21, waren sich die VertreterInnen der 179 Nationen darüber einig, dass für nachhaltige Lösungen die wechselseitige Abhängigkeit von
Neu an der Agenda 21 ist, im Gegensatz zu manchen Dokumenten der UN aus früheren Zeiten, die klare Absage an zentralistische Vorstellungen der Steuerung. Es gibt kein Patentrezept für nachhaltige Entwicklung, konkrete Lösungen müssen vor Ort entstehen, unter Beteiligung aller betroffenen AkteurInnen, der Bevölkerung, der Unternehmen, der Politik und Verwaltung sowie verschiedener NGOs und Institutionen.
Dabei gilt es Interessenskonflikte auszuhandeln, Kompromisse zu suchen und neue Wege für ein Miteinander zu finden.
Als weiterführende Konferenz von Rio wurde 1994 in Aalborg die „Europäische Kampagne zukunftsbeständiger Städte und Gemeinden" ins Leben gerufen. Initiator dieser Konferenz war ICLEI, das >> International Council for Local Environmental Initiatives.
Auf Basis der Agenda 21 von Rio wurde der Aspekt der lokalen Umsetzung detaillierter und konkret für Europa behandelt. Das Abschlussdokument, die Charta von Aalborg, wurde mittlerweile von mehr als 2000 europäischen Gemeinden unterzeichnet, die sich dadurch zur Umsetzung von LA21 Prozessen verpflichtet haben.
Zur Weiterentwicklung der Lokalen Agenda 21, für Erfahrungsaustausch und Erneuerungen, fanden mehrere Folgekonferenzen statt, sowohl weltweit als auch auf europäischer Ebene. 10 Jahre nach Rio de Janeiro wurde auch beim Weltgipfel in Johannesburg das Konzept der LA21 bekräftigt. Um noch deutlicher zu machen, dass Agenda 21 Handlungen und Veränderungen zum Ziel haben soll, wurde der Begriff Aktion 21 geprägt.
Auf den folgenden Seiten finden Sie mehr zum Thema Lokale Agenda 21:
Hier können Sie die folgenden, für die Lokale Agenda 21 wichtigen, Dokumente finden:
>> Rio de Janeiro 1994 - Schlussdokument Agenda 21 (englisch)

Andrea Binder-Zehetner, Geschäftsführerin des Vereins Lokale Agenda 21 in Wien
Beispiele für LA21 Prozesse finden Sie hier:
>> Lokaler Aktionsplan für Beschäftigung und Bildung Munderfing, A