
Rückzug von Gletschern, erhöhtes Baumsterben, vermehrte Naturkatastrophen wie Hochwasser, Dürren oder Murenabgänge – das Klima ist - auch in Österreich - im Wandel begriffen. Die Erwärmung des Klimas ist eindeutig, stellt das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der UN fest. Hauptursache ist wahrscheinlich die ansteigende Konzentration anthropogener Treibhausgase in der Atmosphäre. Der heutige Wert des CO2-Gehalts der Luft ist der höchste seit 650.000 Jahren. 78 % der Erhöhung gehen auf die Nutzung fossiler Brennstoffe zurück, 22 % auf Landnutzungsänderungen z.B. Rodungen (Quelle: Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung).
Seit den 1990er Jahren wurden auf internationaler Ebene mehrere Abkommen getroffen, die zum Schutz des Klimas beitragen sollen.
Die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen hat sich im Allgemeinen durchgesetzt, wenngleich nach wie vor einige Interessensgruppen die Meinung vertreten, der Klimawandel sei ein natürliches und nicht ein anthropogen verursachtes Phänomen. Trotz fundierter wissenschaftlicher Fakten und einem immer größeren Bewusstsein für den Klimaschutz klafft die Schere zwischen top-down verordneten Klimazielen und der Implementierung derselben auf der lokalen Ebene weit auseinander. Auch im privaten Bereich besteht eine große Kluft zwischen dem „Klimawissen“ und dem „Klimahandeln“: Z.B. fällt der Verzicht auf eine Flugreise zugunsten der persönlichen Klimabilanz vielen Menschen sehr schwer.
Zur globalen Erwärmung trägt jeder und jede durch Konsumverhalten und einen mehr oder weniger ressourcenintensiven Lebensstil bei. Die Klimarelevanz des persönlichen Verhaltens heißt allerdings auch, dass sich alle aktiv am Klimaschutz beteiligen können.
Die Spielräume dafür reichen von der Beteiligung an Klimaschutzorganisationen und -kampagnen über das kritische Einbringen bei politischen Entscheidungsprozessen bis zur persönlichen Verhaltensänderung. Wichtig ist, Überzeugungsarbeit zu leisten und regionale Erfolgsgeschichten zu kommunizieren. Durch entschlossenes Handeln und viele Schritte, die gleichzeitig von vielen Menschen getan und getragen werden, ist eine Abmilderung des Klimawandels möglich.
Der Klimawandel wird durch Treibhausgase verursacht, die sowohl durch natürliche Prozesse als auch durch menschliche Aktivitäten freigesetzt werden. Der menschliche „Hunger nach Energie“ für Verkehr, Bauen und Wohnen ist nach wie vor ungebrochen, auch die Produktion von Gütern, die Ernährung, usw. brauchen viele Ressourcen.
Auf den folgenden Seiten finden Sie mehr Information für Beteiligung im Klimaschutz:
>> Das österreichische Klimaportal
>> klima:aktiv
>> Klimawandelanpassung - Website des Umweltbundesamtes und des Lebensministeriums
>> Forum Umweltbildung - Carbon calculator
>> CIPRA Projekte, Initiativen und Aktivitäten zum Klimaschutz

Jens Newig, Leuphana Universität Lüneburg, Institut für Umweltkommunikation
>> Informationen zum Klimawandel vom Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI)
>> United Nations Framework on Climate Change Conference
>> UN Klimakonferenz 2009
>> Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)
>> Potsdam Institut for Climate Impact Research
>> Informationen der Europäischen Kommission zum Klimawandel
>> Kampagnen Website „You control climate change“ der Europäischen Kommission
>> Climate Action Groups: new techniques for mobilising people
>> Climate Camp
>> Flipping Point
>> Green Engage
>> How to Talk to a Climate Skeptic
>> Climate Radio
>> Carbon Rationing
>> BMLFUW (Hrsg.): Broschüre Klimaschutz ist Ehrensache (Welche Rolle spielen Wohnen & Konsum, Verkehr, Bauen und Sanieren, Freizeit für den Treibhauseffekt?)
>> Bringen wir das Klima aus dem Takt? (Mojib Latif)
>> Schwarzbuch Klimawandel (Helga Kromp-Kolb / Herbert Formayer)
>> Heat (George Monbiot)
>> 6 Degrees (Mark Lynas)
Quelle: How We Can Save The Planet (Hillman & Fawcett)