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>> EU-Weißbuch Verkehr (Europäische Kommission 2001)
>> Website mit Informationen zur Überarbeitung des EU-Weißbuches Verkehr unter dem Titel "Future of Transport" (2009)

„Bäume haben Wurzeln, ich habe Beine.“ Dieses Zitat des amerikanischen Schriftstellers und Literaturwissenchaftlers George Steiner beschreibt die Fähigkeit und den Drang des Menschen, mobil sein zu wollen.
Mobilität ist nicht unbedingt in zurückgelegten Kilometern messbar, sondern ist auch ein subjektiver Parameter: Das Mobilitätsempfinden hängt von individuellen Wünschen und Bedürfnissen ab, die wiederum von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Vorstellungen geprägt werden. Die Verkehrsleistung, die zur Befriedigung von Mobilitätsbedürfnissen aufgewendet wird, hängt somit mit subjektiven Komponenten zusammen, aber auch mit der räumlichen Verortung von Alltagszielen. Mobilität ist nicht nur eine Frage des Verkehrswesens, sondern auch der räumlichen Entwicklung und der Raumplanung.
Die immer größer werdenden Entfernungen zwischen Wohn-, Arbeits- und Einkaufsstätten machen eine erhöhte Mobilität für viele – gewissermaßen als Grundlage des Soziallebens – erforderlich. Auch die Zunahme des Freizeit- und Urlaubsverkehrs hat dazu beigetragen, Mobilität zu einem Massenphänomen werden zu lassen (nach Horst Opaschowski).
Ähnliches gilt auch für den Transport von Gütern: Globalisierung, Liberalisierung und Produktionslogistik haben das Verkehrsaufkommen in den letzten Jahrzehnten stark steigen lassen.
Das Transportaufkommen verteilt sich auf auf verschiedene Verkehrsträger, diese Aufteilung wird "Modal Split" genannt. Der Personennahverkehr umfasst den nichtmotorisierten Individualverkehr – Fuß- oder Fahrradverkehr –, den öffentlichen Verkehr und den motorisierten Individualverkehr – PKW bzw. Motorrad. Da der motorisierte Individualverkehr einen hohen Anteil am Verkehrsaufkommen einnimmt, ist der Begriff „Verkehr“ oft negativ konnotiert: Abgase, Lärm, Flächenversiegelung, Staus oder gar Unfälle mit Verletzten und Toten beeinträchtigen die Lebensqualität aller.
Verkehrsprobleme stellen eine komplexe Planungsaufgabe dar, in der interdisziplinäre Konzepte und Maßnahmen und BürgerInnenbeteiligung auf breiter Basis als Garant für innovative Lösungsansätze gefragt sind. Drei – sich ergänzende – Strategien, mit der Verkehrsproblematik umzugehen, sind:
Ziele einer nachhaltigeren Gestaltung von Verkehr sind die Erhöhung der Verkehrssicherheit und die Erhöhung des Anteils umweltfreundlicher Mobilität. In diesem Sinn kommt bewusstseinsbildenden Maßnahmen große Bedeutung zu. Auf lokaler Ebene kann eine wichtige Maßnahme von umweltfreundlichem Mobilitätsmanagement der Ausbau von Fuß- und Radwegenetzen sein; eine Aufgabe, in die sinnvollerweise BürgerInnen als AlltagsexpertInnen eingebunden werden sollen. Die Umweltberatung Österreich bietet daher eine Ausbildung zum kommunalen Mobilitätsbeauftragten an, die versucht, Mobilitätszuständigen das beste Werkzeug für eine gute Zusammenarbeit mit BürgerInnen zu geben.
Mobilitätsforscher haben vier Gesetzmäßigkeiten festgestellt, die zur Entwicklung des heutigen Verkehrsaufkommens beigetragen haben und es maßgeblich beeinflussen:
1) Zeitkonstanz: Die allgemeine Geschwindigkeitssteigerung trägt nicht dazu bei, dass die Menschen weniger Zeit für den Verkehr aufwenden, sondern bewirkt eine Ausdehnung des Raums, in dem sie sich bewegen. Je mehr Autobahnen, Schnellstraßen oder Hochgeschwindigkeitseisenbahnstrecken gebaut werden, desto mehr Verkehr wird generiert und desto länger werden die täglichen Wege.
2) Das Angebot schafft die Nachfrage nach Mobilität: Der Ausbau des Straßensystems bewirkt eine Zunahme des Verkehrs.
3) Fehlende Kostenwahrheit: Durch den Bau und die Unterhaltung von Verkehrswegen entstehen Wegekosten (auch interne Kosten oder Infrastrukturkosten); darüber hinaus entstehen durch Umweltbelastungen, Flächenbelastungen und Unfälle volkswirtschaftliche Kosten, die als externe Kosten bezeichnet werden und die von der Allgemeinheit getragen werden.
4) Ineffizienz des Verkehrs: Die Kombination der in den vorhergehenden Thesen aufgeführten Ursachen bewirkt neben der Zunahme des Verkehrsaufkommens auch eine Vergrößerung der Transportwege, sodass insgesamt bei etwa gleichbleibendem Nutzen die Effizienz deutlich abnimmt. Beispielsweise nahm in der Bundesrepublik Deutschland die Zahl der Wege pro Kopf und Jahr im Zeitraum 1960 bis 1982 von 920 auf 960 nur leicht zu, während sich aber die durchschnittliche Weglänge von 6,2 auf 11,0 km erhöhte. Die Folgen der zunehmenden Transportwege im Personenverkehr sind Zentralisierung, Zersiedelung, ein flächenhafter Zerfall der Dorfstruktur und -kultur und der Verlust von Nahversorgung und Arbeitsplätzen im ländlichen Raum.
Quelle: Wikipedia, Sanfte Mobilität
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>> klima:aktiv mobil Aktions- und Beratungsprogramme im Hinblick auf umweltfreundliches Zurücklegen von Wegen
>> Forschungsbereich für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik TU Wien
>> Verkehrsclub Österreich
>> Umweltberatung - Informationen über umweltfreundliche Mobilität in Österreich
>> Zukunft Ennstal - ARGE Intermodale Verkehrsplanung
>> Österreichische RadfahrerInnen-Interessenvertretung
>> Abenteuer Radfahren - ein Projekt über Radfahren in Wien
>> der Österreichische Verein für FußgängerInnen
>> Verkehrswissensplattform (mit umfangreicher erweiterter Suche auch für nicht-registrierte UserInnen)

Hermann Knoflacher, TU Wien, Institut für Verkehrswissenschaften, Fachbereich Verkehrsplanung und Verkehrstechnik
Masterplan Verkehr Wien 2003
>> Mobil in Wien - Website zum BürgerInnendialog, Dialog NOW
"Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen."
auf partizipation.at
>> Selbstverwaltete Volksbefragung zur Verkehrszukunft des Pustertals
>> Gemeinden mobil – Mikronetzwerk Rheintal
>> Offener Planungsprozess der 2. Tunnelröhre der A10
>> Verkehrsberuhigung am Himmelpfortgrund
>> Open Space Diskussionsforum: Mitreden beim Verkehr der Zukunft
auf dem Webserver der Stadt Wien
>> BürgerInnenbeteiligung Aufwertung Brunnenviertel, Wien
>> Grundzüge Wiener Stadtentwicklungspolitik und Rolle der BürgerInnenbeteiligung