Weiterführende Informationen zu Planning for Real finden Sie hier:
>> Technologie-Netzwerk Berlin e.V.
Planning for Real (nach dem Motto: „Nehmen wir unseren Ort in die eigenen Hände“) ist ein gemeinwesenorientiertes und mobilisierendes Planungsverfahren. Es wird versucht, Kommunikationsschwierigkeiten unter unterschiedlichen Betroffenen zu verringern, vorhandene Potenziale, Ressourcen und Defizite zu entdecken und eine Atmosphäre gemeinsamen Handelns zwischen NachbarInnen, ExpertInnen und lokalen Interessengruppen zu schaffen. Die Methode bedient sich dazu beispielsweise des gemeinsamen Bauens eines 3- dimensionalen Modells, anonymer Beiträge über Fragebögen und non-verbaler Kommunikation. Die Initiative für den Prozess geht von lokalen AkteurInnen aus, wobei sich eine externe, fachliche Begleitung in der Praxis bewährt hat.
Geeignet
Ablauf
Der Prozess gliedert sich in mehrere Schritte mit unterschiedlichen Kommunikations- und Beteiligungsmöglichkeiten:
1. Initiative: Eine Gruppe von mind. 3 Personen wird aktiv, äußert öffentlich den Wunsch zur Veränderung eines Ortes und lädt zur Beteiligung ein.
2. Modell: Gemeinsam wird als Arbeitsmittel ein 3-dimensionales Modell des zu gestaltenden Ortes/Objektes gebaut.
3. Präsentation: Das Modell wird öffentlich präsentiert; Kommentare, ergänzende Informationen usw. werden gesammelt.
4. Wer kann was?: Menschen werden über Nachbarschaftshilfebögen aufgefordert zu überlegen, welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Interessen sie zum Projekt beitragen können sowie eigene Bedürfnisse zur Umgestaltung zu formulieren.
5. Ereignis-Veranstaltung: Farbige Vorschlagskarten, die für bestimmte Themen (Sport, Gewerbe, Grünanlage …) stehen, werden von den Beteiligten am Modell platziert, wo aus ihrer Sicht Veränderung notwendig ist. Die Methode ermöglicht es allen TeilnhemerInnen ihre Vorschläge anonymisiert einzubringen und verhindert personenbezogene Konflikte. Es entsteht ein Gesamtbild, das in Gesprächen vertieft und ausgetauscht wird. Externe ExpertInnen werden zu bestimmten Themen einbezogen.
6. Aufbau von Arbeitsgruppen: Aus den Ergebnissen der Ereignis-Veranstaltung werden Handlungsansätze abgeleitet und dazu Arbeitsgruppen gebildet. Die Beteiligten ordnen sich nach räumlichen oder thematischen Interessen den einzelnen Gruppen zu.
7. Prioritäten- und Zeitplanung: Die Handlungsansätze werden gemeinsam nach Prioritäten gereiht und in einen Zeitplan eingeordnet. Überschaubare Handlungen können so herausgearbeitet werden.
8. Umsetzung in einen Aktionsplan: Die Handlungsansätze werden in einen Aktionsplan übertragen, der eine Auflistung der Aktionsschritte enthält: Wo muss was getan werden? Wann und wie kann es umgesetzt werden? Wer trägt etwas dazu bei?
TeilnehmerInnen
BürgerInnen, EntscheidungsträgerInnen aus Politik und Verwaltung, Interessensgruppen
Zu beachten ist:
Stufe der Beteiligung:
Mitbestimmung
Dauer der Durchführung:
mehrere Wochen
Anzahl der Beteiligten:
für mittlere und große Gruppen geeignet
Weiterführende Informationen zu Planning for Real finden Sie hier:
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