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Partizipation & nachhaltige Entwicklung in Europa

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Dagmar Baumgartner: Dialogisch-orientierte Kommunikation und BürgerInnen-Partizipation. Miteinander Denken in der Partizipativen Demokratie (Magisterarbeit 2012)

Diese Magisterarbeit widmet sich dem Begriff des Dialogs und verständigungsorientierter Kommunikation und inwieweit dialogisch-orientierte Kommunikationsmethoden bzw. die Methode des „Miteinander Denkens“ gesellschaftlich wirksam werden, bzw. welche Rolle sie in Gesellschaft und Politik spielen können. Der Stellenwert dialogisch-orientierter Kommunikation im Bereich von Demokratisierungsprozessen bzw. die Fragestellung, ob und wie weit partizipative Demokratie eine sinnvolle Ergänzung zur repräsentativen Demokratie darstellt, steht im Mittelpunkt dieser Arbeit.

Die Kommunikation politischer AkteurInnen scheint für uns BürgerInnen fast ausschließlich ein parteipolitisches Gegeneinander zu sein, das mitunter auch medial inszeniert dargestellt wird. PolitikerInnen verlieren immer mehr ihre Glaubwürdigkeit und Authentizität, postdemokratische Zustände können die Folge sein. Diese Unzufriedenheit gegenüber der Politik mündet in zwei unterschiedliche Strömungen: die eine Strömung verläuft in Richtung Politik(erInnen)- und Parteiverdrossenheit, eben aufgrund fehlender Authentizität und mangelnder verständigungsorientierter Kommunikation. Die zweite Strömung stellt das Gegenteil von verdrossenen BürgerInnen dar, es sind die Aufständischen, die MutbürgerInnen, die die sich auflehnen, aufzeigen, mitreden und mitbestimmen wollen. Diese Menschen organisieren private BürgerInneninitiativen, oder engagieren sich bei bereits bestehenden Projekten. Hier wir  Demokratie in ihrer reinsten Form gelebt, Proteste sind genauso zu finden wie dialogisch-orientierte BürgerInnenbeteiligung. Doch auch die Politik hat die Forderung der BürgerInnen nach mehr Mitbestimmung erkannt und bietet ein dementspre-chendes Angebot des Mitredens, Mitbestimmens und der Beteiligung. Diese zweite Form von BürgerInnenbeteiligung sind top down organisiert, die BürgerInnen werden eingeladen sich zu beteiligen. Die politischen AkteurInnen erkennen offensichtlich immer mehr, dass politische Kommunikation und vor allem die Kommunikation mit den WählerInnen nicht mehr ausschließlich asymmetrisch, also über mediengestützte Massenkommunikation stattfinden kann, da sich die BürgerInnen auch zwischenmenschliche Kommunikation, wo sie ihre Meinungen und Stellungnahmen direkt kommunizieren können, wünschen. Doch dialogisch-orientierte Partizipationsprozesse sind kein Allheilmittel, sie benötigen ein klares Prozessdesign und eine genaue Zielvorgabe, die Motive sollten vor allem den BürgerInnen kommuniziert werden.

Magisterarbeit von Dagmar Baumgartner (PDF, 2,4 MB)