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Partizipation & nachhaltige Entwicklung in Europa

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ERFOLGSKRITERIEN

Um ein Umweltmediationsverfahren erfolgreich durchzuführen, sind einige Punkte von zentraler Bedeutung:

     

  • Einbindung aller Betroffenen mit Verhandlungsmandat

Bei einer Umweltmediation werden alle Betroffenen von Beginn an eingeladen, sich am Verfahren zu beteiligen. Dies bietet auch jenen Betroffenen eine Möglichkeit zur Mitsprache, die im formalen Genehmigungsverfahren keine Parteistellung haben. Bei einer großen Zahl von Betroffenen werden stimmberechtigte RepräsentantInnen der Interessengruppen in die Mediation eingebunden. Alle Beteiligten nehmen eine gleichrangige Verhandlungsposition ein. Die Entscheidungen werden nur einstimmig und nicht zu Lasten Einzelner oder Dritter getroffen. Die MediatorInnen kümmern sich darum, dass die Beteiligten alle Informationen in gleicher und verständlicher Form erhalten.

     

  • Verfahrensleitung durch allparteiliche Vermittlungspersonen (MediatorInnen)

MediatorInnen sind professionell ausgebildete Vermittlungspersonen, die das Mediationsverfahren koordinieren und leiten. Sie unterstützen die Beteiligten bei der Lösungssuche, treffen jedoch keine Entscheidung. Als allparteiliche Dritte kommen sie nicht aus dem Kreis der Betroffenen, haben keine Parteistellung oder Eigeninteressen in einem Genehmigungsverfahren und sind allen Beteiligten in gleicher Weise verpflichtet.

     

  • Freiwilligkeit aller Teilnehmenden

Die Teilnahme am Mediationsverfahren basiert auf Freiwilligkeit. Ein Ausstieg aus dem Verfahren ist für alle jederzeit möglich.

     

  • Eigenverantwortliche Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten

Projektvorschläge und die Entscheidung werden ausschließlich von den TeilnehmerInnen erarbeitet, die MediatorInnen unterstützen sie dabei, ohne inhaltlich einzugreifen. Zur Klärung spezieller Fragen beauftragen die Beteiligten gemeinsam externe ExpertInnen. Der Verhandlungsgegenstand wird gemeinsam festgelegt. Der Ausgang des Verfahrens ist weitgehend offen.

     

  • Klar strukturiertes Verfahren

Umweltmediation erfordert ein strukturiertes Vorgehen. Bei jedem Mediationsverfahren werden von den MediatorInnen gemeinsam mit allen Beteiligten auf die jeweilige Konfliktsituationen abgestimmte Verfahrensdesigns entwickelt und Spielregeln vereinbart.

     

  • Fairness und konstruktives Arbeitsklima

Die MediatorInnen sorgen für Arbeitsbedingungen und einen Arbeitsstil, die eine von Wertschätzung, Vertraulichkeit und Fairness geprägte gemeinsame Arbeit ermöglichen. Dazu gehört auch, angenehme Rahmenbedingungen (Räumlichkeiten, Verköstigung) und die Möglichkeit zur Begegnung auf informeller Ebene (z. B. regelmäßige Pausen, gemeinsame Mittagessen) zu schaffen.

     

  • Verbindlichkeit der Ergebnisse (Mediationsvertrag)

Die Beteiligten erarbeiten eine gemeinsame Lösung, deren Inhalte im Einklang mit der Rechtsordnung stehen. Diese Verhandlungsergebnisse werden schriftlich festgehalten und fließen in den Projektantrag für das Behördenverfahren oder das politische Entscheidungsverfahren ein.