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Partizipation & nachhaltige Entwicklung in Europa

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Martin Posset & Peter Rojko, thinkport VIENNA

Frage: Was ist das spezifisch Neue an dem Format der Living Labs? Bitte erläutern Sie an einem konkreten Beispiel die Erfolgsfaktoren für sowie Herausforderungen bei Living Labs!

thinkport VIENNA ist ein offenes Mobilitätslabor, das sich mit den Herausforderungen der Logistik in Wien umfassend und langfristig auseinandersetzt. Mission von thinkport VIENNA ist es, güterlogistische Innovationen in Wien zu entwickeln, zu testen und umzusetzen.

Aufgabe des thinkport VIENNA ist einerseits, eine für Innovationen und Co-Creation offene Umgebung zu schaffen. Andererseits bietet thinkport VIENNA durch die Ressourcen und das Engagement der beteiligten Institutionen (HAFEN WIEN und BOKU Wien) eine reale Testumgebung zur methodischen Entwicklung und Evaluation innovativer Konzepte, Prozesse und Technologien für smarte  Güterlogistik im urbanen Raum.

thinkport VIENNA und die Stadt Wien haben Mitte 2017 damit begonnen gemeinsam ein Pilotprojekt im Bereich der nachhaltigen urbanen Güterlogistik aufzusetzen.

Um ein Höchstmaß an Kreativität und Produktivität in einer frühen Pilotierungsphase des Vorhabens sicherzustellen, wurde ein agiles Team an einem neutralen Arbeitsort eingerichtet. Das Team wurde organisationsübergreifend für vier Monate mit vier Kern-MitarbeiterInnen ausgestattet. Das Team arbeitet iterativ und inkrementell und setzt eigenverantwortlich konkrete Schritte und hat einen direkten Kommunikationskanal zu EntscheidungsträgerInnen.

Das Besondere bei dieser Vorgehensweise besteht darin, dass vorhandenes Know how in den bestehenden Verwaltungsstrukturen, mit externer Expertise neu zu kombinieren: ein zielgerichtetes, umsetzungsstarkes Team, das sich selbstorganisiert einer klar definierten Challenge stellt und einen direkten Draht zu EntscheidungsträgerInnen hat. Diese Konstellation ermöglicht ein Ausbrechen aus gefestigten Strukturen, bringt viel Dynamik, Motivation und ein hohes Maß an Umsetzungskraft mit sich.

Konkret läuft der Prozess wie folgt: Ein kleiner Teilschritt (Sprint) wird gemacht, auf Basis dessen dann der nächste Teilschritt geplant wird. Dieses Vorgehen – im Sinne eines agilen Risikomanagements – ermöglicht mutige Schritte, die ständig mit den Entscheidungsträgern auf den Prüfstand gestellt werden, um so zeitnah Kurskorrekturen vorzunehmen.  

 

Quellen

Martin Posset leitet den Bereich "Innovation" bei thinkport VIENNA; Peter Rojko ist Leiter der Abteilung „Business Development & Internationales“ im Hafen Wien. Die Initiative thinkport VIENNA wird im Rahmen des Forschungsförderungsprogramms „Mobilität der Zukunft“ durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert.

Foto: © Regina Hügli

 

 

Die auf der Webseite www.partizipation.at veröffentlichten "Standpunkte" geben die Auffassungen der AutorInnen wieder und müssen nicht jenen des BMNT entsprechen.

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