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Partizipation & nachhaltige Entwicklung in Europa

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Maria Lettner, Büro der Bundesjugendvertretung

Frage: Welche Gestaltungsprinzipien und Formate haben sich für die Beteiligung Jugendlicher bewährt? Bitte erklären Sie anhand konkreter Beispiele, worauf Sie bei der Konzeption und Durchführung von Jugendbeteiligungsprozessen besonders geachtet haben!

Jugendbeteiligung ist aus Sicht der Bundesjugendvertretung (BJV) besonders lohnend. Warum? Wenn es darum geht, ob Demokratie ein zukunftsfähiges Politikmodell ist und es uns gelingen wird, ein gutes Leben für alle zu ermöglichen (Stichwort: Erreichen der Sustainable Development Goals), dann rücken meist reflexartig jüngere Generationen in den Fokus. Dies passiert auch völlig zu Recht – solange es nicht bei platten Sprüchen wie „Ihr Jungen seid die Zukunft“ bleibt, sondern ernstgemeinte Beteiligung und Förderung von Engagement bereits in der Gegenwart ansetzen. Junge Menschen sind  (anders als oft behauptet) keineswegs politikverdrossen. Sie interessieren sich für Themen, die sie betreffen, und wollen mitgestalten, wenn ihnen dafür adäquate Möglichkeiten geboten werden.


Beim Aufsetzen und Begleiten von Jugendbeteiligungsprozessen gilt für die BJV jedenfalls Qualität vor Quantität (oder auch Tempo). Ein wesentlicher Schritt, um Beteiligung zu ermöglichen, ist es, politische EntscheidungsträgerInnen und junge Menschen auf Augenhöhe in Dialog zu bringen. Ob Beteiligung als Bereicherung und Erfolg wahrgenommen wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Gibt es ausreichendes Comittment seitens der Politik zum Prozess? Gibt es genügend Zeit/Ressourcen/Begleitung? Gibt es eine grundlegende Offenheit aller Beteiligten? Können junge Menschen das behandelte Thema mit ihrer Lebenswelt in Verbindung bringen? Hat die Beteiligung auch unmittelbare und sichtbare Auswirkungen auf politische Entscheidungen und Prozesse und werden diese transparent gemacht?


Die Erfahrungen, die die BJV in den vergangenen Jahren im Rahmen von Jugendbeteiligungsprozessen auf verschiedenen politischen Ebenen sammeln konnte, sind in eine eigene Lernlandkarte für eine freudvolle Beteiligungskultur eingeflossen.

 

Weiterführende Links

 

Maria Lettner ist Referentin für Jugendpolitik im Büro der Bundesjugendvertretung (BJV) und Mitglied in der ARGE Partizipation. Die BJV ist die gesetzlich verankerte Interessenvertretung aller jungen Menschen in Österreich (0-30 Jahre) und hat sozialpartnerschaftlichen Status. 

Foto: © BJV/ Daniel Novotny

 

 

Die auf der Webseite www.partizipation.at veröffentlichten "Standpunkte" geben die Auffassungen der AutorInnen wieder und müssen nicht jenen des BMNT entsprechen.

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