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Partizipation & nachhaltige Entwicklung in Europa

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ABLAUF

Wenn eine Gemeinde oder Region beschlossen hat, einen LA21 Prozess zu starten, stehen einige grundsätzliche Veränderungen bevor: Die Gemeinde muss ihre bisherigen Entscheidungshierarchien ein Stück weit verändern und sich auf einen Prozess einlassen, dessen Ergebnis nicht vorhersagbar ist.

Sowohl die politischen Hierarchien als auch Verwaltungsabläufe werden durch den offenen Dialog mit Bevölkerung, lokaler Wirtschaft, NGOs und Institutionen grundlegend verändert. Eine neue Form von >> Governance tritt an die Stelle klassischer politischer Steuerung.

Die bisherige Erfahrung mit LA21 Prozessen hat gezeigt, dass vor allem die Bereiche der Finanzierung der Projekte und der politische Wille kritische Punkte sind. Das ist darauf zurück zu führen, dass durch die stärkere Einbeziehung der Öffentlichkeit Politik Macht abgeben muss. Außerdem müssen auch die Finanzpläne der Gemeinde oder Region zugunsten des Agenda Prozesses angepasst werden.

Aber auch für alle anderen Beteiligten ist die LA21 ein Lernprozess. BürgerInnen, NGOs etc. befinden sich in einer veränderten Rolle, sie können neue Verantwortungen für die Entwicklung ihres Umfeldes übernehmen. Der LA21 Prozess erfordert also eine Kombination von Top-Down und Bottom-Up Strukturen, die transparent und durchlässig für Information sein müssen.

Ablauf eines LA 21 Prozesses

LA 21 Prozesse sind so unterschiedlich wie die Gemeinden und Regionen, die sie durchführen. Daher gibt es keinen fixen Ablauf, der alle Prozesse kennzeichnet. Üblicherweise beinhalten LA 21 Prozesse aber folgende idealtypischen Schritte:

  • Strukturen und Bereiche identifizieren, die im Sinne der Zukunftsfähigkeit der Gemeinde oder Region verändert werden sollen. Unterstützend für diese Bestandsaufnahme und Analyse gibt es Kataloge mit Nachhaltigkeitsindikatoren. Diese können auch später zur Erfolgskontrolle herangezogen werden.
  • In Dialog mit AkteurInnen treten. AkteurInnen, die von den identifizierten Themen betroffen und interessiert sind, sind zur Teilnahme am LA 21 Prozess einzuladen. Mit geeigneten >> Methoden der Partizipation kann die Zusammenarbeit aller AkteurInnen unterstützt werden, sodass gemeinsam
  • nach Möglichkeiten gesucht wird, die die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde oder Region unterstützen. Dabei gilt es, Interessenskonflikte auszutragen und tragfähige Kompromisse zu suchen.
  • Das Umsetzen von erarbeiteten Lösungen zeigt sich oft als große Herausforderung. Meist werden neue Wege beschritten, die in den üblichen politischen und administrativen Vorgänge nicht vorgesehen sind. Verschiedene Kompetenzbereiche sind zu vereinen und die Frage der Finanzierung der Maßnahme ist zu klären.
  • Wesentlich für einen LA21 Prozess sind - wie bei anderen Projekten auch - Evaluierung und Erfolgskontrolle.