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Partizipation & nachhaltige Entwicklung in Europa

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UMSETZUNG

Was kann man von einem LA21 Prozess erwarten?

LA21 Prozesse sind sehr vielfältig, je nach Problemlage, konkreter Zielsetzung und regionalen Rahmenbedingungen. Was alle Prozesse verbindet, ist die Suche nach nachhaltigeren Alltagsstrukturen.
Neben den tatsächlich umgesetzten Maßnahmen und deren positiven Auswirkungen ist die Bewusstseinsbildung unter allen Beteiligten ein wichtiger Erfolg. Die Sensibilisierung für das Thema Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Nebeneffekt.
Wesentlich für eine positive zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist aber auch der Aufbau einer neuen Beziehungskultur zwischen Politik, Verwaltung, BürgerInnen, Wirtschaft und anderen AkteurInnen. Das ist ein wichtiger Schritt, um kreative und problemlösende Potentiale einer Gemeinde oder Region zu fördern.

 

Lokale Agenda 21 weltweit

Weltweit haben mehr als 6.400 Städte und Gemeinden in 113 Ländern LA21 Prozesse durchgeführt. Die Prozesse sind in Organisation und Ablauf sehr unterschiedlich. Eine sehr große Bandbreite gibt es auch bei den Themen, die aufgegriffen werden: In den Industrieländern dominieren Umweltfragen, in den Entwicklungsländern zählen ökonomische Entwicklung, Armutsbekämpfung und Empowerment zu den wesentlichen Anliegen der Projekte.

Nach einer Studie von >> ICLEI aus dem Jahr 2002 dominieren weltweit folgende Themen die LA21 Prozesse:

     

  • Wasserversorgung
  • Bildungssysteme
  • Bewusstseinsbildung für nachhaltige Entwicklung
  • Abfallvermeidung
  • Bürgerbeteiligung
  • Energieeinsparung

Europa nimmt eine Vorreiterrolle in der Umsetzung von Lokalen Agenda 21 Prozessen ein. Seit 1992 haben mehr als 5.000 europäische Gemeinden Lokale Agenda 21 Prozesse gestartet. Die Fortschritte in der Umsetzung der Lokalen Agenda 21 sind aber regional sehr unterschiedlich.
Auch in den neuen mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten gibt es verstärkt Initiativen zu LA21 Prozessen. Mehr hierzu finden Sie auf der >> Website www.nachhaltigkeit.at.

 

LA21 in Österreich

In Österreich führten 149 Gemeinden und 7 Regionen LA21 Prozesse durch (Stand 2003). Es gibt eine gemeinsame Erklärung von Bund und Ländern zur „Umsetzung der Lokalen Agenda 21 in Österreich“, die 2003 unterzeichnet wurde. Die Erklärung weist darauf hin, dass die Lokale Agenda 21 bestehende Initiativen wie Dorferneuerung, Klimabündnis, Gesunde Gemeinde, Leader+ etc. nicht ablösen, sondern an sie anknüpfen und sie ergänzen soll.

Man erhofft sich von den LA21 Prozessen, dass sie den sozialen Zusammenhalt sowie ländliche und urbane Strukturen stärken, damit diese im globalisierten Umfeld bestehen können und lokale Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten bzw. geschaffen werden.
In regelmäßigen LA21-Gipfeln gibt es einen Austausch über Aktivitäten in den Bundesländern. Diese Verankerung der Idee der LA21 auch über die lokale Ebene hinaus, ist besonders wichtig, um den Kommunen Rückhalt in ihrer Arbeit zu geben.