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Partizipation & nachhaltige Entwicklung in Europa

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Christian Adamer: Stand der Diskussion und Umsetzung der Bürgerbeteiligung in Österreich und der Europäischen Union in Theorie & Praxis - Fokus: Beteiligung "schwer erreichbarer Gruppen" (Masterarbeit 2013)

Die Inklusion „schwer erreichbarer“ Gruppen wird in der Partizipationsliteratur durchgängig als Problem geschildert wird, die Zahl der lösungsorientierten Forschungsarbeiten ist allerdings sehr überschaubar. Dieser Forschungslücke widmet sich die Arbeit von Christian Adamer. Der Autor fasst den aktuellen Forschungsstand zum Thema „Inklusion“ zusammen, erarbeitet Erfolgsfaktoren und praktische Handlungsempfehlungen, stellt „Best-practice“-Beispiele vor und untersucht, inwieweit das Thema „Inklusion“ in Standardleitfäden ausreichend Berücksichtigung findet. Die Erkenntnisse werden an einem konkreten Fallbeispiel getestet.


Die zentralen Erkenntnisse in der Forschungsarbeit sind:

  • Die Definition „schwer erreichbarer Gruppen“ soll prozessual erfolgen, da eine einheitliche Begriffsdefinition weder möglich noch zielführend erscheint. Hierzu wurde ein Vorgehensmodell erarbeitet.
  • Die Anforderungen/Erfolgsfaktoren zur Inklusion variieren stark je nach Kontext. Ein Erfolgsfaktor ist es, sich am Beginn eines Projektes einen Detailüberblick darüber zu verschaffen, welche Gruppen betroffen sind, aber sich ohne spezielle Maßnahmen kaum beteiligen würden – auf dieser Basis können adäquate Maßnahmen konzipiert werden.
  • Unter den betrachteten Beispielen kann „AmericaSpeaks“ in vielerlei Hinsicht als internationale „best-practice“ gelten.
  • Das Praxisprojekt hat gezeigt, dass „schwer erreichbare Gruppen“ durch proaktive, zielgruppengerechte Maßnahmen zur aktiven Beteiligung zu motivieren waren. Es gelang Barrieren aktiv abzubauen und einen heterogenen Bevölkerungsmix herbeizuführen.
  • Aktuelle Leitfäden sind praxisnah, sollten aber um Inklusionskriterien und praktische Umsetzungshinweise zur Inklusion erweitert werden.
  • Die kritische Anwendungsprüfung der Erkenntnisse am durchgeführten Praxisbeispiel geben deutliche Hinweise darauf, dass Beteiligungsangebote auf Gemeindeebene auch von „schwer erreichbaren Gruppen“ angenommen werden. Projekte müssen allerdings von Beginn an zielgruppengerecht konzipiert, aktiv kommuniziert und konsequent umgesetzt werden.


Die Arbeit soll einen Beitrag zur Schließung der Forschungsdefizits zur Inklusion schwer erreichbarer Gruppen v.a. im kommunalen Bereich leisten.

Masterarbeit von Christian Adamer (PDF, 6,9 MB)