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Christoph Kirchberger: Gemeinsam gehen. Der Spaziergang als Beteiligungsformat in Planungsprozessen (2017)
© Kirchberger

Planungsprozesse für Städte und Regionen werden beginnend mit den 70er Jahren mehr und mehr auch als eine kommunikative und nicht rein technische Aufgabe verstanden. Methoden der Bürgerbeteiligung sind daher zu einem fixen Bestandteil von Planungsprozessen geworden. Im Zuge dessen kommen vermehrt auch verschiedenste Methoden der Bürgerbeteiligung zum Einsatz. Unter anderem werden auch mobile Beteiligungsmethoden eingesetzt. Zu diesen ist der Spaziergang zu zählen. Spaziergänge bieten in der Konzeption und Ausrichtung einen breiten Gestaltungsspielraum, von einem Lokalaugenschein einer Bauverhandlung bis hin zu interaktiv performativen Ausprägungen.

Diese Arbeit versucht eine erste strukturierte Erschließung der Methode des Spaziergangs für die Planung durchzuführen. Als Basis hierfür dienen insbesondere eigene Erfahrungen aus Teilnahme, Organisation und Durchführung von Spaziergängen. Es wird somit ein anwendungsbezogener Ansatz im Sinne der Aktionsforschung verfolgt. Die Abhandlung entstand in einem steten Wechsel zwischen Handlung, Reflexion und Planung.

Zu Beginn der Arbeit wird eine mögliche Geschichte des Spaziergangs als reflektierte Auseinandersetzung mit der Umwelt konstruiert und erzählt, um auch Ursprünge der Methode identifizieren zu können. Es folgt eine Analyse der in der Stadtregion Wien absolvierten Spaziergänge, di in der Definition von Idealtypen sowie praktische Werkzeugen für die Anwendung der Methode mündet. Abschließend werden die durch den Autor selbst durchgeführten Spaziergänge vorgestellt und daraus gewonnene Verbesserungsansätze, sowie generell bestehende Herausforderungen, abgeleitet.

Die Arbeit bildet in sich vor allem auch den mehr als einjährigen Lernprozess des Autors selbst ab und gibt somit im Abschluss auch einen persönlichen Blick auf die Methode wieder: Welche Potentiale bietet die Methode für die Planung,  und was waren persönliche Erkenntnisse aus der Arbeit? Welcher weitere Entwicklungs- und Forschungsbedarf kann identifiziert werden? Die vorliegende Arbeit bietet hier einen Ausgangspunkt für eine strukturierte Weiterentwicklung der Methode in der Planungspraxis, Lehrer und Forschung.

Masterarbeit Christoph Kirchberger