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Partizipation & nachhaltige Entwicklung in Europa

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Alexander Schmidbauer: "Partizipative Handlungs- und Problemlösungsansätze am Fallbeispiel des Planungsverfahren der 3. Startbahn der Flughäfen Wien Schwechat und München Franz-Josef-Strauß (Masterarbeit 2016)
© Schmidbauer

Zeitgleich werden in Deutschland und Österreich seit 2005 identische Großvorhaben geplant. Sowohl der Flughafen München Franz-Josef-Strauß als auch der Flughafen Wien-Schwechat planen den Ausbau ihrer Flughafeninfrastruktur durch eine dritte Start- und Landebahn zur Steigerung ihrer Kapazitäten am Standort. Während aber in Wien ein nahezu reibungsloser Projektablauf initiiert werden konnte, wurde das Verfahren in München unter beträchtlichem Widerstand der Öffentlichkeit mit einem Bürgerentscheid vorzeitig zum Scheitern gebracht.

Erhebliche Unterschiede in Art und Umfang der partizipativen Beteiligung führten dabei in München und Wien zu einer unterschiedlichen Akzeptanz des Vorhabens, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem divergierenden Planungsergebnis stehen. Diese Planungsunterschiede werden im Rahmen dieser Arbeit einander gegenübergestellt und untersucht. Aus dieser Aufschlüsselung der Laborräume, des Ausbauvorhabens und des durchgeführten Planungsprozesses in München und Wien erfolgt eine schrittweise, tiefergehende Analyse der Verfahren, die in einem umfassenden Kontext des rechtlichen und informellen Rahmens sowie der Planungskultur und Planungsqualität diskutiert und bewertet wird.

Diese Arbeit zeigt auf, welche Bedeutung die richtige Problemidentifizierung, der passende Planungsansatz und die aktive Einbindung der Öffentlichkeit für Planungsvorhaben besitzen und wie diese Implementierung in Planungsprozessen zu einem positiven Projektausgang beitragen kann. Die Arbeit stützt sich dabei auf ein breites Spektrum aus unterschiedlichen Methoden, die von einer Teilevaluation bis hin zu leitfadengestützten Interviews reichen.

Diese Handlungs- und Problemlösungsansätze werden anhand der partizipativen Einbindungsmethode eines Mediationsverfahrens dargestellt und in einem fiktiven Szenario für eine Verfahrenswiederaufnahme am Flughafen München angewendet. Zudem wird eine Übertragbarkeit der vorangegangenen Erkenntnisse auf andere Raumplanungsebenen geprüft.


Ziel der Arbeit ist es, die positiven Aspekte der "Planung der (Raum)-Planung" zu stärken und eine Sensibilisierung bei konfliktträchtigen Vorhaben und deren Trägern zu erreichen.


Link zur Masterarbeit von Alexander Schmidbauer