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Partizipation & nachhaltige Entwicklung in Europa

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NUTZEN UND GRENZEN

Warum Beteiligung?

Die Beteiligung unterschiedlicher gesellschaftlicher AkteurInnen – BürgerInnen, InteressenvertreterInnen, UnternehmerInnen, PolitikerInnen, VertreterInnen der Verwaltung – ist eine wichtige Voraussetzung für eine zukunftsfähige Entwicklung. Nur der Ausgleich von verschiedenen Interessen und Ansprüchen kann langfristig zu einer gesunden und lebenswerten Umwelt, wirtschaftlichem Erfolg und Wohlstand und sozialem Zusammenhalt in der Gesellschaft führen.

     

  • Ein Beteiligungsprozess führt Personen mit unterschiedlichen Interessen, Meinungen und Ideen zusammen, die möglicherweise nicht miteinander in Beziehung getreten wären.
  • Dadurch werden unterschiedliche Sichtweisen, Bedürfnisse und Erfahrungen ausgetauscht.
  • Es entsteht bei allen Beteiligten umfangreicheres Wissen über die verschiedenen Facetten eines Vorhabens.
  • Spätere Entscheidungen können darauf aufbauen und sind so besser vorbereitet und abgesichert.
  • Es können umfassende, den vielfältigen Interessen entsprechende Lösungen entwickelt werden.
  • Die Identifikation und die Zufriedenheit mit dem Ergebnis kann erhöht werden.
  • Die in einem Beteiligungsverfahren erreichten Ergebnisse haben oft eine höhere Akzeptanz und eine längere Haltbarkeit.
  • Die Umsetzung kann oft rascher erfolgen, und es muss später weniger oft nachgebessert werden, wodurch wiederum Zeit und Geld gespart werden können.
  • Interessenskonflikte im Rahmen eines Beteiligungsprozesses zu behandeln kann auch dazu beitragen, drohende Rechtsstreitigkeiten abzuwenden.

 

Grenzen der Beteiligung

Beteiligungsprozesse können wesentlich zu einer verbesserten, nachvollziehbaren Entscheidungsfindung bei Angelegenheiten von öffentlichem Interesse beitragen. Sie sind aber keine Wundermittel, die Sie immer und überall zur Problemlösung einsetzen können. Beteiligungsprozesse haben wenig Aussicht auf Erfolg, wenn

     

  • die Betroffenen nicht daran teilnehmen wollen, weil sie beispielsweise Angst haben, vereinnahmt zu werden, schlechte Erfahrungen mit Beteiligungsverfahren gemacht haben oder andere Möglichkeiten sehen, ihre Interessen besser durchzusetzen.
  • die Unterstützung seitens der EntscheidungsträgerInnen fehlt, etwa weil die Politik oder die Verwaltung eine Einschränkung ihrer Entscheidungsmacht befürchtet.
  • es keinen Handlungsspielraum gibt, weil die wesentlichen Entscheidungen bereits gefallen sind.
  • soziale Ungleichheiten und unterschiedliche Zugänge zu Beteiligungsprozessen nicht ausgeglichen werden können; wenn es beispielsweise nicht gelingt, schwer erreichbare oder benachteiligte Gruppen (wie z. B. MigrantInnen) zu beteiligen.

Das bedeutet nicht, dass die Möglichkeit der Beteiligung in diesen Fällen ausgeschlossen ist. Es ist dann aber notwendig, Voraussetzungen zu schaffen und Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Beteiligung möglich ist und Sinn macht.

 

Mehr Informationen zu den notwendigen Rahmenbedingungen, Nutzen und Grenzen von Beteiligung bieten Ihnen die

>> Arbeitsblätter der Strategiegruppe Partizipation und das

>> Handbuch Öffentlichkeitsbeteiligung!