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Partizipation & nachhaltige Entwicklung in Europa

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Liv Pedersen: Lokal handeln, global wandeln. Durch Partizipation den Wandel gestalten - untersucht am Beispiel der Transition-Town Initiativen Bielefeld und Witzenhausen

 „Wir sind in einer Zeit des Wandels (engl.: transition), ein Übergang in ein erdölfreies Zeitalter“, formuliert die Transition-Town Initiative Bielefeld auf ihrer Website. In ihrer Bachelorarbeit untersucht Liv Pedersen diese Initiative sowie die Transition-Town Initiative Witzenhausen hinsichtlich der Annahme, dass nur durch die Einbindung möglichst vieler AkteurInnen und ihren Austausch über Perspektiven und Interessen, einen zufriedenstellenden Konsens über die Zukunft unserer Gesellschaft gefunden werden kann. Liv Pedersen stellt dabei die Frage, inwieweit die Initiativen eine Beteiligung der vielfältigen Öffentlichkeit ermöglichen.

Die Transition-Town Initiativen in Bielefeld und Witzenhausen gehören einem sich international ausweitendem Netzwerk an lokalen Initiativen an. Zurzeit zählt das Netzwerk 328 offiziell anerkannte Initiativen. Vor dem Hintergrund von Peak Oil und Klimawandel suchen sie nach Visionen und konkreten Ansätzen für lokalisierte, nicht-fossile Versorgungsstrukturen für Gemeinden, Stadtquartiere oder ganze Kleinstädte. Die Initiativen leben von dem vielseitigen Wissen und dem Engagement, welches die einzelnen Aktiven mitbringen. Alle können mitmachen, alle können den Wandel mitgestalten.

Mit Hilfe von wissenschaftlichen Konzepten zu Formen von und Voraussetzungen für Beteiligung wurden Kriterien, wie Transparenz, Kompetenz, Lernchancen, u.a. als Grundlage für Leitfadeninterviews sowie deren Auswertung herausgearbeitet. Interviewt wurden die Gründungsmitglieder der beiden Transition-Town Initiativen.

Es zeigt sich, dass eine der größten Herausforderungen für die Initiativen ist, dass gesamte Spektrum der Gemeinde auf sich aufmerksam zu machen. Ist diese Aufmerksamkeit erreicht, so sind wichtige Voraussetzungen für das Mitwirken einer vielfältigen Öffentlichkeit in den Initiativen geschaffen. Bedeutsame Voraussetzung ist in diesem Zusammenhang, z.B. die Nähe der Projekte zum eigenen Lebensumfeld der Aktiven. Die Ergebnisse der Arbeit beziehen sich auf den Entwicklungsstand der Initiativen im Sommer 2010.   

Bachelorarbeit von Liv Pedersen (2010) (PDF, 304 KB)