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Partizipation & nachhaltige Entwicklung in Europa

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Philipp Ringswirth - Collaborative housing and its impact on the neighborhood: Empirical evidence from Vienna

In Europa ist derzeit eine steigende Anzahl an gemeinschaftlichen Wohnprojekten zu vermerken und Wien ist keine Ausnahme bei diesem Trend. Diese Diplomarbeit stellt einen ersten Versuch dar, die Auswirkungen von gemeinschaftlichem Wohnen auf dessen städtisches Umfeld zu untersuchen. Durch das Beleuchten dieses Themas im bisher noch unzureichend erforschten Kontext der Stadt Wien schließt die vorliegende Studie eine Lücke in der Literatur. Die Daten für diese Untersuchung wurden mit einer Einzelfallanalyse in Kombination mit einem gemixten Methodenansatz erhoben. Die empirische Forschung wurde so konzipiert, dass drei Perspektiven analysiert wurden: (1) die kommunale Perspektive, (2) die Perspektive der BewohnerInnen und (3) die Perspektive des größeren nachbarschaftlichen Umfelds. Zum einen zeigte die kommunale Perspektive, dass die Stadt Wien einen Mehrwert von gemeinschaftlichen Wohnprojekten erwartet, welcher sich entweder auf physische (z.B. durch gemischte Erdgeschosszonen) oder auf soziale (z.B. durch die Organisation von Veranstaltungen) Weise manifestieren kann. Zweitens brachte die Perspektive der BewohnerInnen von gemeinschaftlichen Wohnbauten hervor, dass sich die Effekte auf die Nachbarschaft im Wesentlichen auf drei Ebenen zeigen können: der physischen Ebene, der Ebene des Akteursnetzwerks und der individuellen Ebene. Drittens zeigte die Perspektive des größeren nachbarschaftlichen Umfelds, dass Gewerbeflächen erheblich zur positiven Wahrnehmung von gemeinschaftlichen Wohnprojekten beitragen. Diese Ergebnisse haben bedeutende Folgen für lokale politische Entscheidungsträger, da sie einen vorläufigen Nachweis über die positiven Auswirkungen erbringen und damit eine Basis für die Förderung solcher Projekte schaffen. Die daraus gezogenen Schlussfolgerungen sind auch für zukünftige gemeinschaftliche Wohnprojekte relevant, welche positiv in ihr Wohnumfeld ausstrahlen möchten.

Abstract in English

An increasing number of collaborative housing projects is currently being realized in Europe and Vienna is no exception to this trend. This thesis is an initial attempt to investigate the impact collaborative housing has on its surrounding urban environment. The present study fills a gap in the literature by examining this issue in the under-researched context of Vienna. Data for this research were gathered by applying a single-case study design, in combination with a mixed-method approach. The empirical research was designed to investigate three different perspectives: (1) the municipal, (2) the residents’, and (3) the wider neighborhood’s perspective. First, the municipal perspective showed that the city of Vienna expects an added value of collaborative housing projects, which could manifest itself either physically (e.g. through hybrid ground floor zones) or socially (e.g. through the organization of events). Second, the perspective of collaborative housing residents yielded that the impact on the neighborhood can basically occur on three levels: the physical level, the actor network level, and the individual level. Third, the wider neighborhood’s perspective showed that collaborative housing projects’ commercial spaces contribute considerably to their positive perception. These findings have important implications for local policy makers, as they provide tentative evidence for the claimed positive impact and, thus, a first basis for the subsidization of projects. The conclusions drawn are also relevant for future collaborative housing groups who want to impact their neighborhood.

Link zur Masterarbeit (in Englisch)